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Auktionsvorschau Theodor Schuhmann.
Auktionsvorschau Else Winkler Dentz.
Kontakt:
Badisches Auktionshaus OHG
Tel.: 06222/38 65 22
Fax: 06222/38 81 13
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Die besondere Immobile: Jagdhaus in Kirchzell OT Watterbach
Ein Highligt der 52. Auktion des Badischen Auktionshauses am 31. Juli 2010 wird die Versteigerung eines Großteils des künstlerischen Nachlasses der Künstlerin Else Winkler-Dentz sein. (Dieser Nachlass wird exklusiv beim Badischen Auktionshaus angeboten.)
Zu Lebzeiten konte sich die Künstlerin nach Auskunft Ihrer Nachkomen nur schwer und in seltensten Fällen von Ihren Werken trennen. Daher findet man bis heute nur sehr wenige Werke in Museen, denen Sie dies als Schenkung überließ.
Die am 21.1.1890 in Bretten geborene, aber bereits mit 5 Jahren nach Karlsruhe gezogenen/übergesoedelte Tochter eines großherzoglichen Beamten entdeckte bereits früh, im Alter von nur 9 Jahren ihre zeichnerische Begabung und ihre Liebe zu Kunst.
Von 1906 bis 1909 besuchte sie die Kunststickereischule, in der der Zeichenlehrer Prof. Beer unterrichtete und die damal unter der künstlerischen Leitung von Hans Thoma stand.
Sie ließ sich zur Kunststickereilehrerin ausbilden. Bereits 1908 eröffnete sie in der Lessingstr. in Karlsruhe eine "Werkstätte für Entwurf und Ausführung künstler. Handstickereien, Kurbelstickereien sowie Aufzeichnungen für Straßenkleider und Gesellschaftskleider, Wohnungseinrichtungen jeder Art, Maschinenholsäume auf alle Stoffe, Unterricht für Beruf und Haus" und bekam Aufträge vom Karlsruher Hof.
Zeitweise beschäftigte sie bis zu 15 Stickerinnen.
Ihre Schülerarbeiten wie spätere Entwürfe ihres Ateliers für Ornamente befinden sich unter den zu versteigernden Objekten, u.a. in Form von Mappen oder Einzelblättern. Ihre Ornamente entwickelte sie in drei Schritten, von der genauen Studie der Natur, der ganzen Pflanze, über das Herauslösen geeigneter Formen für einen Entwurf und schließlich durch das Zusammenfügen der ausgewählten Formen zu einem Ornament. Sie entwickelte für Ihre Stickereientwürfe Bänderformen, Medaillons und Rahmen mit raffinierten Ecklösungen. Diese fanden sich auf Kleidungsstücken, Taschen, Wandbehängen und Kissenbezügen wieder. Einen dieser Kissenbezüge, mit gesticktem Jugendstilornament bieten wir ebenso bei der Auktion an, wie die bisher weniger bekannten Aktstudien aus ihrer Ausbildung.
Zur Zeit des 1. Weltkriegs und mit Ende des Kaiserreiches musste sie uhr Atelier aufgeben und folgte ihrem Mann, dem Maler Hans Winkler nach Heidelberg, wo dieser an der Gewerbeschule ein Lehramt annahm.
Else Winkler-Dentz malte Zeit ihres Lebens, ihre Liebe galt insbesondere dem Aquarell, hierbei waren Blumen ihr bevorzugtes Motiv. Dies sieht man auch an der großen Anzahl an Blumenaquarellen, vor allem aus den 70er Jahren, die sich unter den Werken des hier angebotenen Nachlasses befinden.
Unter dem Nachlass befinden sich auch zwei Portraits, die ihr Mann, Hans Winkler (1884-1952) schuf. Er besuchte bis 1910 die Kunstgewerbeschule in Karlsruhe und bis 1914 die Kunstakademie. In seiner Geburtsstadt Heidelberg war er Lehrer an der Gewerbeschule und baute den dotigen Kunstverein auf. Er malte bevorzugt Landschaften in Öl.
Mit seiner Frau unternahm er Studienreiden nach Italien, in die Schweiz und nach Bayern, wo sie sich besonders in den 20er und 30er Jahren vermehrt der Landschafts- und Portraitmalerei widmeten.
Nach dem Tod ihres Mannes 1952 zog Else Winkler-Dentz nach Karlsruhe-Grötzingen, wo posthum eine Straße nach dem Künstlerpaar benannt wurde.
Ausstellungen
1926 bei der Heimatausstellung Grötzingen zeigte Else Winkler-Dentz Alpenlandschaften und Stillleben, 1943 bei der Ausstellung "Das Bildnis" im Heidelberger Kunstverein ein Werk, im Katalog N° 161, "Mein Sohn", Aquarell. 1974 im Amerika-Haus in Heidelberg und 1975 und 80 im Rathaussaal Karlsruhe-Grötzingen fanden Einzelaussstellungen statt, 1984, zwei Jahre nach ihrem Tod eine erste Gedächtnisausstellung in Heilbronn. Zu ihrem 100. Geburtstag zeigte die Begegnungsstätte Grötzingen 1990 die Ausstellung "100 Jahre Else Winkler-Dentz".
Unter ihren Landschaftsbildern findet man häufig Darstellungen aus Grötzingen, Heidelberg, Schlierbach, sowie dem malerischen Neckartal und dem nahen Odenwald.


